Myxomatose

Die Myxomatose ist die bekannteste und berüchtigte Viruserkrankung bei den Kaninchen. Als dieses Virus von der Menschheit in Südamerika bei den dort lebenden Kaninchen entdeckt wurde und identifiziert war, setzten sie es gezielt gegen die  dort extestierende Überpopulation der Kaninchen ein. Das sich diese Krankheit auch in Europa ausgebreitet hat, hat ein gewisser Prof. Dr. Paul Amand - Delille zu verantworten. Er war es der sich, um die große Anzahl von Wildkaninchen auf seinen Grundeigentum in Grenzen zu halten, der sich aus der Schweiz dieses Virus kommen lies. Da dieser Prof. einige Tiere mit diesem Virus infiziert hatte, war der Erfolg erstaunlich groß. Dieses wiederum interessierte auch seinen Nachbarn, sie entwendeten einige kranke Tiere von seinem Grundstück und setzten sie in ihren Gärten aus.

 

Für die Myxomatose gibt es kein einheitliches Krankheitsbild. Karakteristische Anzeichen sind aber Schwellungen und Entzündungen an den Augenlider  und ein Augenausfluss.

Bei einer akuten Erkrankung werden nach ca. 5 Tagen die Augenlider anschwellen, es entsteht ein Tränenfluss, später sind davon betroffen, der Kopfbereich, die Ohren, die Nase und die Lippen. In Deutschland ist die Impfung als Vorbeugemaßnahme erlaubt. Die Tiermedizinen bieten kombinierte Impfungen gegen die RHD und Myxomatose an.

Die Virusübertragung über Stechmücken wird in niederschlagsreichen Gebieten oder in Gebieten mit hoher Bodenfeuchtigkeit ( Flussniederungen ) durch die in diesem Milieu optimalen Entwicklungsmöglichkeiten für Stechmücken begünstigt.

Auch der Kaninchenfloh, Zecken und Stechfliegen gelten als Überträger.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein einziger Fliegenstich genügt, um ein Kaninchen mit der Myxomatose zu infizieren. Ein infiziertes Insekt kann nach einander mehrere Kaninchen anstecken.

 

Die Myxomatose ist nicht anzeigepflichtig!