Die Zähne des Kaninchens

Das Kaninchen hat insgesamt 28 Zähne. Davon verteilen sich 22 als Backenzähne auf die Kieferäste, die restlichen 6 sitzen im Ober - und Unterkiefer als typische Nagezähne. Von ihnen sind je zwei besonders stark ausgebildet und deutlich zu sehen, die eigentlichen Nagezähne  (Schneidezähne). Das Kaninchen hat hinter den beiden großen Nagezähmen im Oberkiefer noch zwei weitere kleine stiftförmige Zähne, so dass hier zwei Reihen von je zwei Zähnen hintereinander liegen. Im Unterkiefer hat das Kaninchen nur zwei Nagezähne, diese gleiten beim Schließen der Schnauze an der Innenseite der oberen großen Nagezähne entlang und ruhen in der Regel auf den kleineren Zähnen der hinteren Reihe, ( Stiftzähne ),  

Bei der Geburt bringt das Kaninchen bereits die vier großen Nagezähne mit. Der Zahnwechsel beim Kaninchen beginnt bereits im Milchgebiss ab dem 18. Lebenstag.

Jeder Züchter oder Halter sollte wissen, dass Nagezähne immer wachsen. Bei den wildlebenden Kaninchen schleifen sie sich durch den natürlichen Gebrauch ab. Die Wachstumsgeschwindigkeit der Nagezähne ist beträchtlich. Beim Kaninchen wachsen sie innerhalb von 24 Stunden 0,3 bis 0,5 mm.  Bieten wir unseren Hauskaninchen nicht irgendetwas zum Nagen an, so nagen sie an allem was sich in der Behausung befindet.  Diesem Trieb kann man leicht abhelfen, wir legen den Tieren ein weiches Stück Holz in die Bucht.

Das Wachstum von Nagezähnen, die sich nicht abschleifen, kann man beobachten, wenn der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu kurz oder zu lang ist. Es handelt sich dann um eine Missbildung. Die Zähne werden von ihrer natürlichen Wachstumsrichtung Abgebogen. Sie werden krumm und stellen ein Schmerzhaftes Hindernis da. .

Zahnkrankheiten und Zahnanomalien können dazu führen, dass die Kaninchen nicht mehr in der Lage sind, genügend Futter aufzunehmen und zu zerkauen. Bei schmerzhaften Zahnerkrankungen hören Kaninchen sofort auf zu fressen. Zahnfachentzündungen kommen bei Kaninchen häufiger vor als allgemein angenommen wird.